Regattaläufe 2001 wegen schlechtem Wetter abgesagt.
 
Trotzdem war die Stimmung gut. Auch in diesem Jahr hat der Wangerooger Yachtclub und die Kurverwaltung zum WESTTURM-Cup - die Regatta für Strandcatamarane - eingeladen. 20 Boote haben gemeldet.
Einige Segler trailerten nach Harle und setzten am Freitagnachmittag mit den CATS zur Insel, eine Gruppe segelte über Wilhelmshaven direkt zum Strand, ein Teilnehmer kam direkt von Cuxhaven nach Wangerooge gesegelt. Auch viele Wangerooger Catsegler nahmen an der Veranstaltung teil.

Freitagabend fand am Surfstrand eine kleine Begrüßungsparty im Surfkiosk statt. Für Samstagmorgen waren die Regattaläufe angesagt. Steuermannsbesprechnung war für 10.00 h angesetzt. Martin Wilmering, 1. Vors. des WYC eröffnete die Regatta und begrüßte alle Teilnehmer. Bürgermeister Kohls nahm die Gelegenheit war Grußworte an die Teilnehmer zu richten. Danach nahm der Regattaleiter Heinz Schneider, vom DSV ( Deutschen Seglerverband) das Zepter in die Hand. Als erstes musste eine Startverschiebung wegen dem stark aufgekommenen Wind und der hohen Brandung verkündet werden.

Die Tonnen(Wendemarken) wurden dennoch ausgebracht. Die Startlinie bildete eine Tonne und das Motorboot von Jan Gerdes, der sehr mit der hohen Dünung zu kämpfen hatte. Durch die starke Strömung riss der schwere Anker immer wieder aus dem Grund. Regen - starker Wind - und hohe Brandung zeichneten diesen Samstag aus. Aus Sicherheitsgründen und zur Schonung des Materials hat sich die Regattaleitung Mittags entschlossen die Wertungsläufe abzusagen. 2 Crews haben sich dennoch in die Brandung gewagt. Ein heisser Ritt über die Wellen mit anschließender Kenterung.

Die Teilnehmer nutzten den Nachmittag zum small talk oder zur Inselerkundung. Abends fand auf der Strandpromenade vor dem Kurhaus die Grillparty statt. Die Crew vom Kurhaus Graf Luckner sorgten für das leibliche Wohl und ein nie versiegenden Bierhahn. Die LIFEband „WRONG HAIRCUT" heizte mit flotter Musik ein. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Viele Regattateilnehmer, Gäste und Insulaner nutzen die Gelegneheit richtig „abzutanzen".

Rechtzeitig zur Abreise am Sonntag hat sich das Meer beruhigt. Bei gutem Wind konnten die Teilnehmer die Rückreise wieder auf dem eigenen Kiel antreten. Aus Sicherheitsgründen nahm Jan die Begleitung der Überfahrt nach Harle mit seinem Motorboot vor. Bis auf einen Teilnehmer sind alle wieder sicher angekommen. 2 junge Segler aus Heide in Schleswig Holstein erlitten kurz vor dem Hafen in Wangerooge Schiffbruch. Plötzlich und nicht vorhersehbar ein lauter Knall - wie Hagen später berichtete - und das Deck des Steuerbordrumpfes war auf einer Länge von ca 1 Meter aufgerissen und lief voll Wasser.

Die großen Kräfte, die das Want auf den Rumpf einwirkten verursachten den Schaden. In den Rümpfen der Cats befinden sich Auftriebskörper, sodaß die Boote nicht sinken können. Mit Wasser im Rumpf liegen sie sehr tief, sind aber noch segelbar. Mit eigener Kraft konnten die beiden Segler den Wangerooger Hafen noch auf eigenem Kiel erreichen. Im Watt war zu diesem Zeitpunkt noch recht hohe Dünung, sodaß ein abschleppen nach Harle nicht möglich war. Die beiden Segler hatten sich schon über eine zusätzliche Nacht auf der Insel abgefunden.

Bernd Abels bot ihnen sofort an auf seinem Boot zu schlafen. Hartgesottene Segler nehmen viel in Kauf - auch wenn das Gepäck schon in Harle ist. Ein großes Lob an die SIW. Kurze Frage an den Kapitän des Fahrgastschiffes Harlingerland und der der Cat hing schon am Haken und wurde auf das Vordeck des Fahrgastschiffes verholt. Ein tolles Bild aber keiner hatte eine Fotoapparat dabei. Dank der unkomplizierten Hilfe des Kaptäns und der Crew der Harlingerland konnten die beiden dennoch ihre Ziel Heide in Schleswig Holstein noch am selben Tag erreichen. Das Verhalten des Kapitäns und der Crew zeigten was richtige Seemannschaft ist.

Natürlich gab es am Samstag einige Diskussionen segeln - geht doch, jetzt starten. Natürlich sind die Cats für solche Seebedingungen geeignet. Es ist aber etwas anderes, wenn in eigener Verantwortung auf eigenes Risiko gesegelt wird
- verhalten dem Wetter angepasst, oder ob eine offizielle Regatta unter Wettkampfbedingungen gestartet wird. Safty first war jedoch die Richtige Entscheidung, es hätte sicherlich viel Kenterungen und viel Bruch gegeben. Die Regattaleitung konnte die Verwantwortung dafür nicht übernehmen.

Trotzdem keine Wertungsläufe stattfinden konnten, der Westturm-Cup nicht ausgesegelt wurde, war es dennoch eine runde Veranstaltung. Einige auswärtige Segler riefen mich danach noch an und fragten ob wir den nächstes Jahr trotzdem wieder eine Regatta veranstalten.      „Das Revier und die Insel sei so toll".

Selbstverständlich ! Der WESTTURM CUP 2002 ist schon in Planung. Voraussichtlich am letzten August- wochenende 2002. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Helfern und vor allem bei allen Sponsoren bedanken, die diese Regatta erst möglich gemacht haben.

Volker Nannizzi

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